Freiberufler- & Gewerbetreibende im Französischem Viertel e.V.

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Buntes Leben statt Tarnfarben

Das Französische Viertel gestern und heute

Das Jahr 1991 bringt der Universitätsstadt Tübingen ganz neue Perspektiven: Die französischen Truppen verlassen ihre Garnisonen in der Südstadt, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht übernommen hatten. Auch das an der östlichen Peripherie der Stadt gelegene Hindenburgareal, über Jahrzehnte eine Art exterritoriales Gebiet, bietet nun plötzlich die Chance, dringend benötigten Wohn- und Gewerberaum zu schaffen.

Städtebau auf neuen Wegen

Die Chance ist zugleich Herausforderung für die Stadtplaner, die mit dem immerhin rund zehn Hektar großen Konversionsgebiet neue Wege beschreiten wollen. Statt große Investoren einzuladen, wird ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt, den das Stuttgarter Architekturbüro Lehen Drei gewinnt. Das Konzept sieht neben der räumlichen Strukturierung vor allem eine kleinteilige Blockrandbebauung vor, die von privaten Baugruppen genutzt werden sollen. Um eine optimale kommunale Steuerung zu gewährleisten, erhält der noch brach liegende Bereich den Status eines Entwicklungsgebietes, 1994 erwirbt die Stadt das Gelände vom Bund.

Arbeiten und Wohnen nebeneinander

Das Entwicklungskonzept, zu dem auch noch die benachbarte Loretto-Kaserne gehört, geht letztlich auf die Initiative des damaligen Leiters des Stadtsanierungsamtes, Andreas Feldtkeller zurück. Feldtkellers Ansatz sieht vor, die sonst übliche Funktionstrennung zwischen Wohnen und Arbeiten aufzuheben, den öffentlichen Raum nicht zum Parkplatz zu degradieren und kleinteiligen Projekten die Tür zu öffnen. Die "Stadt der kurzen Wege" wird zum Schlagwort und international viel beachteten Modell. Die ersten Bauvorhaben starten im Juni 1996, nachdem das Gelände von den Hinterlassenschaften der Militärs befreit worden war.

International prämiertes Konzept

Sukzessive wächst ein neues Viertel heran, eine kleine Stadt in der Stadt, bestehend aus architektonisch vielfältigen Neubauten zwischen den verbliebenen, langen Mannschaftsgebäuden und einstigen Pferdeställen. Mitunter wird das Viertel mit einem städtebaulichen Labor verglichen, skeptisch beäugt, aber auch vielfach prämiert, unter anderem 2001 mit dem deutschen Städtebaupreis, 2002 mit dem Europäischen Städtebaupreis und 2004 gleich mehrfach: mit dem DIFA-Award "Europas beste Quartiere; mit dem ersten Platz der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer Bausparkassen "eine Zukunft für Wohnen und Arbeiten; und mit dem ersten Preis im Landeswettbewerb "Zukunftsfähige Stadterneuerung.

Hohe Lebensqualität

Inzwischen ist das ehemalige "Hindenburgareal", das schon längst zum "Französischen Viertel" umgetauft wurde, fast vollständig bebaut und bietet Wohnraum für über 2000 Menschen. Daneben haben sich bislang rund 140 Unternehmen unterschiedlichster Art und Größe angesiedelt, rund 300 Arbeitsplätze sind hier in den vergangenen Jahren entstanden, Tendenz steigend. Viele der hier arbeitenden Menschen wohnen auch vor Ort, was eine hohe Identifikation mit dem Viertel bedeutet. Tatsächlich bringt diese Kombination eine hohe Lebensqualität und eine neue Form der Community. Das Experiment der "Stadt der kurzen Wege" hat sich bewährt sich - trotz aller Ecken und Kanten.












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